Investment – Arten und Grundlagen

Bereits im Codex Hammurapi, der vor über 3.500 Jahren verfasst wurde, befinden sich Anleitungen dafür, wie sich Kreditor und Debitor am besten gegenüberstehen sollten und welche Rechte und Pflichten mit der jeweiligen Position einhergehen. Wenig überraschend ist der Finanzmarkt und das Investment-Geschäft heutzutage deutlich komplexer als eine Inschriftensammlung auf einer Steintafel. Es lohnt durchaus sich einige der wichtigsten Formen des Investments anzusehen und welche betriebswirtschaftlichen Ansätze hierbei vertreten werden.

Wenn vom Thema Investment die Rede ist, dann ist damit im öffentlichen Diskurs meist die unternehmerische Investitionsentscheidung gemeint. Der Begriff steht jedoch nicht nur für das Investment von Kapital in ein Unternehmen sondern auch aggregierte Investitionen in und aus verschiedenen Wirtschaftssubjekten. Wenn im Rahmen der privaten Haushaltsführung bspw in Geldanlagen wie Aktien investiert werden, ist vielmehr der Begriff der Kapitalanlage gebräuchlich.

Abbildung von Codex Hammurapi
Das erste Mal als Debitor und Kreditor in Stein gemeißelt waren.

Neben dem Wort Investment hat sich spätestens seit Anfang des 20. Jahrhunderts der Begriff Spekulation in diesem Kontext etabliert. Gerade bei Hochrisiko-Geschäften ist selten von einem Investment sondern vielmehr von Spekulation die Rede.

Arten des Investments

Grundsätzlich lassen sich Investments jeweils unterschiedlich klassifizieren. Neben der Klassifizierung nach Gegenstand, wie etwa Sachinvestition, immaterielle Investition und Finanzinvestitionen kann auch nach einem Zweck klassifiziert werden. Hierzu gehören insbesondere Gründungsinvestitionen, etwa bei Unternehmensgründungen oder aber auch Erweiterungsinvestitionen und Rationalisierungsinvestitionen. Abschließend spielt die Klassifikation nach Risiko eine entscheidende Rolle. Wenn mehr als 20% des Vermögens betroffen sind, spricht man von einer strategischen Investition, gerade wenn es etwa um neue Technologien, Produkte oder Märkte geht.

Entscheidungsgrundlagen

Da es sich bei Investment-Entscheidungen oft um folgenschwere Entscheidungen handelt, müssen diese wohl überlegt sein. Um hier eine wohlüberlegte Entscheidung zu treffen müssen unterschiedliche Kriterien einbezogen werden. Grundlage dieser Entscheidungen sind in der Regel die betriebswirtscahftlichen Kennzahlen wie etwa die Anlagenintensität, Investitionsquote und Vorratsintensität. Daneben spielen auch andere Punkte wie etwa geltende Gesetze, die technische Machbarkeit sowie Interdependenzen eine wichtige Rolle.

Investitionsrechnung

Bei der Investitionsrechnung handelt es sich um eine Zusammenfassung aller Verfahren, die der Beurteilung über eine mögliche Investition dienlich sein kann. Hierbei nimmt die Investitionsrechnung eine wichtige Rolle ein und fließt bei mehr als 50% aller Investments in den Entscheidungsprozess mit ein.

Wichtiges Element der Investitionsrechnungen: Kennzahlen. Hier das exemplarisch die Formel über die zu erwartende Rendite bei Anlagen mit einer Lebensdauer von mehr als zwei Jahren.

In den klassischen Verfahren unterscheidet man regelmäßig zwischen dem statischen Verfahren und dem dynamischen Verfahren. Bestandteil des statischen Verfahrens ist die Kostenvergleichsrechnung, die Rentabilitätsrechnung, die Gewinnvergleichsrechnung, die MAPI-Methode sowie die Amortisationsrechnung. Im dynamischen Verfahren beobachtet man mehrere Geschäftsperioden im Sinne ihrer Wirtschaftlichkeit wobei die Annuitätenmethode, Economic Value Added, Kapitalwertmethode, die Vermögensendwertmethode sowie die Methode des internen Zinsfußes herangezogen werden.

Bei der Beurteilung eines Investment-Potenzials sowie beim Tätigen eines Investments ist Ihnen die ZARATAN SE behilflich. Eine Investitionsentscheidung hat häufig vielfältige Konsequenzen und muss gewissenhaft geplant werden. Fehlentscheidungen – sowohl beim Verkauf als auch im Investment – können verheerende Konsequenzen haben, bis hin zur Unternehmensinsolvenz.

Die ZARATAN SE bietet eine große Vielzahl an Beratungsmöglichkeiten, insbesondere dann wenn Sie Ihr Unternehmen verkaufen möchten. Dieser Prozess ist für alle Beteiligten nicht einfach – insbesondere nicht für den Veräußerer, der sich von seinem Herzstück trennen muss. Wir begleiten Sie auf diesem Weg und sehen uns als Ihren Wegbegleiter.